Motorfehler P2685, P1067, P1030

  • Guten Tag alle zusammen!


    Ich möchte hier gerne einmal um Hilfe bitten.

    Kurzfassung: Ich suche Hilfe zu den Fehlern P2685, P1067 und P1030.


    Langfassung:

    Ich fahre einen RCZ, Bj. 2013 (facelift), THP 200, 73.000 km; Mittlerweile seit knapp 5 Jahren ohne das kleinste Problem.

    Im Februar trat während einer Autobahnfahrt ein Fehler auf "Motorfehler - Fahrzeug Instand setzen lassen". Gleichzeitig hat das Autoradio /Navi sich automatisch neugestartet.


    Die (freie) Werkstatt hat den Fehler ausgelesen (irgendwas mit variabler Ventilhub) und empfohlen, erst einmal die Batterie auszutauschen und weiter zu beobachten. Gesagt, getan.


    Nach einigen Wochen kam der Fehler dann noch einmal, und jetzt auch häufiger. Damit bin ich zu einer Vertragswerkstatt. Die sagte, aus Erfahrung könnten es Sensoren sein, die würden sie erst einmal austauschen. Wenn das nicht hilft, müsste man den Zylinderkopf aufmachen. Also wurden "Nockenwellenpositionsgeber" und "Impulsgeber" ausgetauscht. Die Werkstatt zeigte sich zuversichtlich, da die Sensoren ziemlich übel ausgesehen hätten.


    Am nächsten Tag war der Fehler wieder da. Kurz später kam auch einmal direkt nach dem Anlassen ein Fehler im Bremssystem (mit STOP-Leuchte) und direkt danach irgendwas mit "ESP / ASR" (vermute mal, das gehört zusammen). Der scheint allerdings nicht im Speicher aufgezeichnet zu sein, und nach Aus-/Einschalten lief wieder alles.


    Nun habe ich in drei Wochen einen Termin, an dem der Kopf geöffnet werden soll, um nach dem Rechten zu sehen. Man wollte dann mal bei Peugeot hören, ob man sich kulant zeigt. Inspektionen wurden regelmäßig gemacht.


    Ich frage mich nun, ob es nicht noch "kleinere" Dinge gibt, die man erst einmal abhaken könnte, bevor man gleich mit der großen Keule kommt. Ich befürchte, alleine für das Reinschauen kann ich gleich bald einen Tausender hinlegen. Ich habe mit einem billigen OBD2-Gerät diese Fehler ausgelesen:

    - P2685 Actuator Supply Voltage C Circuit Low

    - P1067 ohne Beschreibung

    - P1030 ohne Beschreibung (das scheint wohl das mit dem Ventilhub zu sein)


    Was mir (als vollkommen Unversiertem) z.B. im Kopf rumspukt:

    - Da man schon die Batterie im Verdacht hatte, kommt auch Lichtmaschine in Frage?

    - Aufgrund des zeitlich nahen Fehlers mit der Bremse: Vielleicht gar kein "echter" Fehler, sondern Steuergerät / Kabelbruch o. ä.? Allerdings ist mir tatsächlich schon gelegentlich aufgefallen, dass es beim Gas-Durchtreten mal ganz kurze Aussetzer / Leistungseinbruch gibt

    - Steuerkette?


    Velleicht noch erwähnenswert: Bisher haben die Fehler nie dazu geführt, dass der Notlauf anspringt.


    Sorry für den langen Text!

    Ich würde mich freuen, wenn hier jemand noch den einen oder anderen Tipp für mich hätte.

    Vielen Dank im Voraus!


    Gruß,


    Timo

  • (irgendwas mit variabler Ventilhub

    Wie kommen die dann auf die Idee, die Batterie hätte was damit zutun?

    Ist das so ein Werkstatt-Insider, den man als Außenstehender nicht kennt?

    Jeder Fehler = Batterie erstmal tauschen?:/


    Prüf erstmal den Stecker am Motor, der für den variablen Hub der Ventile zuständig ist.

    (Meine Vermutung wegen P2685 und P1067)


    Wenn der Stecker in Ordnung ist, muss wahrscheinlich der Zylinderkopf runter.

    (Meine Vermutung wegen P1030 -> Variabler Ventil Hub -> Werte die das Steuergerät empfängt, sind wahrscheinlich außerhalb des Toleranzbereiches.)


    Wenn der Zylinderkopf runter gemacht wird (bzw werden muss), soll sich die Werkstatt mal das Zahnrad der Welle des variablen Hubs von den Ventilen, die Schnecke und den Motor des Hubs angucken.

    Zahnrad oder Schnecke könnten verschlissen sein.

    Wenn Schnecke und Zahnrad in Ordnung ist, dann evtl. den Motor vom Hub tauschen.


    Das Problem gab es schon bei anderen Modellen.

    Ist übrigens auch in Kombination mit Leistungsverlust, der Verdacht ist also recht nah, könnte bei Dir ebenfalls das Problem sein.:)


    Dass sich das Radio dabei aufgehangen und neugestartet ist, könnte möglicherweise ein Softwarefehler (Bug) verursacht durch die Meldung gelegen haben.

    Die Software von den Franzosen ist nie gänzlich Bugfrei und das Radio empfängt ja auch die Daten über den LIN Bus.


    Ist beim aktuellen Radio ebenfalls so, schickt man ein paar Fehler über den Bus womit das Radio nichts anfangen kann, hängt es sich auf und/oder startet von selbst neu.

    Fehler deklarieren kennen die Franzosen ja nicht.:cool:


    PS: Bitte demnächst den Titel des Themas besser beschreiben. Nur "Motorfehler" sagt einem herzlich wenig.

  • Mittns

    Changed the title of the thread from “Motorfehler” to “Motorfehler P2685, P1067, P1030”.
  • Moin, 


    wie im anderen Forum schon geschrieben, schwer zu deuten ohne am Fahrzeug zu stehen. Aber nach deinen Erzählungen würde ich mir mal den Sicherungskasten im Motorraum anschauen. Es gibt Fälle wo die Kontakte einzelner Stecker oxidieren. Alles mal checken, auch auf Kontakt. 


    Zusätzlich könnte man sich noch den MAP-Sensor anschauen.

    Ich persönlich kenne keinen „gut gewarteten“ THP 200 der Ketten Probleme hat, und ich kenne 3 Leute mit höherer Laufleistung. Bei den 150er usw. sieht das schon anders aus.

    Also erstmal nicht vom schlimmsten ausgehen. Das beste wäre wenn du jemanden findest, der systematisch durchgeht und seinen Kopf bei der Diagnose benutzt und nicht nur Teile auf Verdacht tauscht ;)


    PS: Ich tippe auf eine Kombination aus Elektronik und Verkokung durch Kurzstrecke der Ventile (daher schlechte Gasannahme/Ruckler), lass die mal prüfen wie die aussehen (Endoskop). Auch die einspritzdüsen mal von der Menge her prüfen lassen, relativ kleine Differenzen bei der Einspritzung reichen schon und der Motor läuft sch*** :)


    Ein dokumentiertes Beispiel, je nach Fahrprofil wird oft eine Fehldiagnose in Bezug zu den anderen THPs gemacht. Defekte Düsen kenne ich tatsächlich von einigen THP 200, und eine „falsche“ Einspritzung kann die genannten Fehler verursachen. Kann man sogar provozieren (sollte man aber nicht):


    Bei dir muss es ja nicht soweit kommen ;)


    Ich wünsche dir dass es nicht die Kette ist :)
    Aber Mittns könnte auch recht haben, ohne kompetente Hilfe kommst du definitiv nicht weiter.


    Gruß 1uck3r

    Peugeot 308 II BlueHDI 150 volle Hütte bis 20.10.2018
    Peugeot 508 SW GT 2.2 HDI volle Hütte

    Edited 2 times, last by 1uck3r ().

  • Danke Euch soweit schon einmal!

    Ich vermute mal, auf die Batterie kam man wegen Fehler P2685, der was mit Stromversorgung sagt. Interessanterweise war die erste Frage der zweiten Werkstatt auch die nach der Batterie.


    Blöderweise habe ich, wie man sicher merkt, selbst keinen Plan und kann daher wenig selbst machen. "Stecker am Motor, der für den variablen Hub der Ventile zuständig ist" werde ich selbst wahrscheinlich schon nicht finden. Ich kann daher allenfalls der Werkstatt Vorschläge weitergeben. Würde mich aber nicht wundern, wenn die allergisch auf sowas reagieren. Vielleicht sollte ich den Termin doch erst einmal absagen und privat nach einem Schrauber schauen, der auch Anregungen annimmt.

    Wieviel Aufwand ist denn Endoskopie oder Einspritzdüsen testen? Dafür muss der Zylinderkopf noch nicht runter, oder? Zur Beseitigung von Verkokungen an den Ventilen aber dann doch, oder?

    Nach dem, was ich gelesen habe, würde ein kaputtes Zahnrad auch den kompletten Tausch des Zylinderkopfs erfordern?

    "Ich wünsche dir dass es nicht die Kette ist " < Ist das nicht im Zweifelsfall der eher angenehmere Fehler im Vergleich zu neuem Zylinderkopf?

    Wie stehen denn die Chancen für eine Beteiligung seitens Peugeot? Vermutlich ist er dafür schon etwas alt? Dazu müsste ich ja sicher doch über die Vertragswerkstatt gehen?


    Sorry für die vielen Fragen! Und danke an die Mods (vermutlich) für die Korrektur des Betreffs!

  • Also Grundsätzlich kommen Kontaktprobleme immer und immer öfter in Betrscht. Habe mir aus diesem Grund angewöhnt bei fast allen Fehlermeldung alle beteiligten Stecker zu lösen und mit Kontaktspray zu behandeln. PSA ist bei der Steckerquali zwar nicht so schlecht wie Amis, aber trotzdem von gut noch weit entfernt. Siehe z.B. Sitzheizung Nox Senor etc. Im Zuge von immer mehr Elektronik in den Auto wird das Thema immer relevanter. Siehe hierzu z.B. auch Adac Pannenstatistik. Oft ist auch einfach Batterie die Ursache diverser diffuser Fehlermeldungen, da die Sensorik teils sehr empfindlich z.B. auf Unterspannung bzw. Spannungsschwankungen reagiert

    Inzwischen hat man zwar dazugelernt hinsichtlich Versorgungsspannungsbereich und beteiligter Software, aber gerade Fahrzeuge aus 2000 bis 2015 zeigen manchmal die wunderbarsten Effekte.

  • Die wollen bei deinem RCZ gleich den ZylKopf abbauen? Wer soll dafür bezahlen? Du?


    Deine Beschreibungen riechen förmlich nach dem berühmten Problem mit der Steuerkette bei den THP156 und THP200.
    Verkokung, ja, kann auch sein, aber würde nicht solche Probleme machen. Ausserdem kann man die Einlasskanäle und Ventile mit relativ wenig Aufwand per Video einsehen. Dazu muss nur ein Teil der Ansaugwege abgebaut werden. Kopf deshalb abzuschrauben ist mit Atombomben auf Ameisen zu schiessen. Unglaublich mit welchem Schwachsinn so manche Werkstatt daher kommt.


    Ich stelle hiermit folgende Behauptung: wenn du neue Kette samt Spanner hast, dazu den Nockenwellenpositionsgeber getauscht hast (ist leider auch ein bekanntes Problem bei diesem Motor) und danach den Motor ordentlich auf der Autobahn durchblässt, aber ordentlich über mindst 200 km, dann ist erstmal Ruhe im Karton.

    2014er RCZ R in rot
    JBL, PDC, WIPCOM 3D
    ansonsten Vollgas ;)