Stellantis ruft europaweit 9 Modelle mit dem 1.2L Hybridmotor wegen eines Problems zurück, das zu Überhitzung führen kann.

  • Hat jemand schon Infos vom Vertragshändler dazu bekommen:

    " Die ursprünglich von L'Argus aufgedeckte Kampagne betrifft mehr als 210.000 Fahrzeuge in Frankreich, genauer gesagt 211.725 Einheiten, die zwischen 2023 und 2026 produziert werden. Bei dem Motor handelt es sich um den Dreizylinder 1.2 PureTech der dritten Generation (EB2 Gen 3), der mittlerweile auch in den Mildhybridmodellen des Konzerns weit verbreitet ist.

    Der identifizierte Fehler betrifft einen zu geringen Abstand zwischen zwei Schlüsselkomponenten: der Leitung des Partikelfilters und der Schutzkappe des 48V-Startergenerators (BSG).

    Dieses fehlende Spiel kann dazu führen, dass sich die Teile aneinander reiben. Unter bestimmten Bedingungen, insbesondere bei Feuchtigkeit, kann dies zum Eindringen von Wasser führen, einen Lichtbogen erzeugen und dann zu einer Überhitzung führen. In den extremsten Fällen kann es zu einem Brandausbruch kommen.

    Die technische Lösung ist relativ einfach. Sobald das Fahrzeug in der Werkstatt ist, tauschen die Techniker die Schutzkappe gegen ein verbessertes Modell aus, das eine bessere Abdichtung gewährleistet. Sie überprüfen auch den Abstand zwischen den Bauteilen und passen ihn gegebenenfalls an. Der Vorgang dauert etwa 30 Minuten und wird vollständig vom Hersteller übernommen. Die betroffenen Hausbesitzer werden nach und nach kontaktiert, um einen Einsatz zu planen." (Auszugsweise zitiert aus https://www.italpassion.fr/de).

  • Ich habe im April meinen Termin, meine Werkstatt meint das bei mir eine Schutzkappe getauscht wird wegen Brandgefahr. Dauer 1h meinte er.

    Rückruf kam letzte Woche als Info in der App.

  • Als ehemaliger Q-Ing. bei einem Automobilzulieferer macht mir die sehr hohe Anzahl an Rückrufen bei Stellantis echt Sorgen. Verdienen die da überhaupt noch Geld? Sind Neu- und Weiterentwicklungen denn garnicht mehr getestet?

    Wenn ich noch daran denke, wieviel von uns in unserem Verantwortungsbereich und/oder auch bei unseren Kunden getestet wurde bevor es auf den Markt kam. Wird das heutzutage alles eingespart nach dem Motto, vielleicht merkt es keiner? 🙈

    🧑‍🦼

  • Als ehemaliger Q-Ing. bei einem Automobilzulieferer macht mir die sehr hohe Anzahl an Rückrufen bei Stellantis echt Sorgen. Verdienen die da überhaupt noch Geld? Sind Neu- und Weiterentwicklungen denn garnicht mehr getestet?

    Wenn ich noch daran denke, wieviel von uns in unserem Verantwortungsbereich und/oder auch bei unseren Kunden getestet wurde bevor es auf den Markt kam. Wird das heutzutage alles eingespart nach dem Motto, vielleicht merkt es keiner? 🙈

    VW hat doch auch gerade 100k Autos retour gerufen. Natürlich sind die Maßnahmen jedesmal anders in Art und Umfang, aber gefühlt höre ich eher Rückrufe von anderen Marken.

  • Kann ich zwar auf der einen Seite auch nachvollziehen. Gleichzeitig: Fehler werden entdeckt und behoben. Das finde ich auch okay.

    Und Stellantis ist da nicht der einzige Hersteller. Die Frage ist eher, ob solche Dinge wie der Tausch einer einfachen Kappe bei anderen Herstellern "still" bei der Wartung mit gemacht werden.

    Peugeot 207 VTi, EZ 05/11, 446285.png

  • Wäre auch hier so gewesen, gibt laut meinem Händler keine KBA Mitteilung, wäre beim nächsten Werkstatt-Besuch mitgemacht worden. Da ich aber gerade bei der Inspektion war, hätte es fast ein Jahr gedauert und das wäre ein zu langer Zeitraum.

  • Müssen solche Formulierungen wirklich sein?

    Das ist ein gut gemeinter Tipp. Ich würde über solche Zahlen mal ernsthaft nachdenken.


    Stellantis befindet sich seit längerem in einer immer größer werdenden Abwärtsspirale. Die Aktie liegt bei nur noch 6€ und die (Original) Ersatzteilversorgung ist katastrophal. Insbesondere bei Fiat und Alfa Romeo. Peugeot kommt dabei zwar wohl besser weg, aber richtig gut sieht es da auch nicht aus.


    Das der 1.2er Puretech - dieses Mal der mit Kette - mal wieder Probleme macht wundert mich auch nicht. Bei unserem Peugeot Händler hier liegen die wie Blei in den Regalen. Niemand kauft die 1.2er. So schön wie die Autos auch sind. 31 3008er mit 1.2 Puretech (mit Zahnriemen) standen hier alleine letztens noch rum. Ich habe mir mal den Spaß gegönnt und durchgezählt, da es das einzige Modell wäre, was mich theoretisch interessiert hätte.


    Ein Auto aus dem Stellantis Konzern würde ich aktuell in jedem Fall meiden. Ist meine persönliche Meinung.

  • Das ist ein gut gemeinter Tipp. Ich würde über solche Zahlen mal ernsthaft nachdenken.

    Wenn man das macht, dann wird recht schnell klar, woher der größte Anteil dieser Verluste kommt. Ich sehe der Zukunft gelassen entgegen.

    Peugeot 207 VTi, EZ 05/11, 446285.png

  • Das ist ein gut gemeinter Tipp.

    Ich verstehe Deine Intention. Aber die Situation des Konzerns wird sich mit solchen Tipps kaum verbessern lassen. Wir sollten vitales Interesse daran entwickeln, europäische Konkurrenz zu erhalten anstatt sie zu zerreden.

    Herzliche Grüße
    Wolfgang

    Spoiler
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  • Was mich etwas verwundert ist die unterschiedliche Darstellung dieses Rückrufes. Mein Händler sagt keine KBA-Mitteilung, ca. 2,5 Std Arbeitszeit wären vorgegeben und würde beim nächsten Werkstattbesuch gemacht. Während die Pressemitteilung von Brandgefahr und einnem Werkstattaufenthalt von 30 Min. spricht. Also hört sich dringlicher an, da es bei Nässe wohl überspringende Funken geben kann, die dann zum Motorbrand führen könnten. Hört sich für mich dann nicht ganz so harmlos an.

  • Wir sollten vitales Interesse daran entwickeln, europäische Konkurrenz zu erhalten anstatt sie zu zerreden.

    Da bin ich vom Grundsatz her komplett bei dir.

    Irgendwann ist aber einfach ein Punkt erreicht, wo man für sein Geld nicht weiterhin Kompromisse mit Aufpreis eingehen möchte und sich für eine andere Marke entscheidet.


    Ich bin jetzt über 20 Jahre Peugeot gefahren und Peugeot stellt für mich einfach keine Alternative mehr dar. Die Qualität, Optik und der Service (Ersatzteile) hat - wie ich finde - sehr deutlich nachgelassen. Dazu kommt noch, dass ich mich in der aktuellen Motorauswahl nicht wiederfinde. Einen Dreizylinder oder ein reines eAuto möchte ich nicht.

    Daher ist es vor wenigen Wochen eine andere Marke geworden und ich bin damit mehr als glücklich.

    Also hört sich dringlicher an, da es bei Nässe wohl überspringende Funken geben kann, die dann zum Motorbrand führen könnten. Hört sich für mich dann nicht ganz so harmlos an.

    In Frankreich gab es bereits 36 Vorfälle zu dem Problem, 12 davon mit Brand im Motorraum: Link

  • Ich war auch im QM Bereich tätig und hab natürlich viele Probleme /Rückrufe erlebt.

    Andererseits muss gesagt werden, wer vor 10 Jahren ein Auto gekauft hat und jetzt ein neues kauft kommt nicht ohne Probleme klar.

    Die technische Entwicklung im PKW durch Standards, Sicherheitvorschriften, Umwelt und jede Menge Richtlinien fordern immer mehr querchecks, damit alles und mit jedem in jeder Situation funktioniert.

    Das alles wird bei der Entwicklung dargestellt. Störgrößen sind z.B. verschiedene Lieferanten für ein Bauteil, oder wie seinerzeit bei Opel Kosteneinsparung (Lopez).

    Rückrufe kommen bei allen Automobilherstellern vor, manche stehen halt mehr oder weniger in der Zeitung.

    Das soll natürlich kein Freibrief sein

  • Logo

    Erhöhte Brandgefahr bei über 800.000 Autos

    01.04.2026 Von Niko Ganzer

    MHEV-Modelle der Marken Alfa, Citroën, DS, Fiat, Lancia, Opel und Peugeot benötigen eine Kontrolle und Modifikation am 48V-Riemenstartergenerator, sowie bei Bedarf ein neues Benzinpartikelfilterrohr. Am zahlreichsten betroffen von der jüngsten Stellantis-Mängelmaßnahme: 208 und 2008 von Peugeot.

    Eine neue Rückrufaktion von Stellantis ist weltweit für über 800.000 Mild-Hybrid-Modelle (MHEV) der Marken Alfa Romeo, Citroën, DS, Fiat, Lancia, Opel und Peugeot fällig. Die Autos seien womöglich mit „Kontakt oder mit einem reduzierten Spiel zwischen dem Benzinpartikelfilterrohr und der Polschutzkappe des 48V-Riemenstartergenerators montiert worden“, erklärte eine Konzernsprecherin auf Anfrage. Bei Nässe bestehe die Möglichkeit, dass dieser unzureichende Abstand und ein möglicher Kontakt zwischen diesen Komponenten dazu führe, dass Wasser eindringe und es zu einem Kurzschluss komme, der eine Überhitzung auslösen könne.

    Im schlimmsten Fall kommt es laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zu einem Brand im Motorraum. Konkret gilt dies hierzulande für folgende Autos:

    • 21.907 Peugeot 208 und 2008 aus dem Produktionszeitraum 07.06.2023 bis 21.01.2026
    • 13.864 Fiat 600e und Grande Panda aus dem Produktionszeitraum 28.07.2023 bis 23.01.2026
    • 9.767 Citroën C4X, C3 Aircross, C4, C3 und DS3 aus dem Produktionszeitraum 04.10.2023 bis 13.01.2026
    • 5.559 Jeep Avenger aus dem Produktionszeitraum 09.03.2023 bis 18.12.2025
    • 4.686 Alfa Romeo Junior aus dem Produktionszeitraum 27.11.2023 bis 18.12.2025
    • 7 Lancia Ypsilon aus dem Produktionszeitraum 18.03.2024 bis 13.01.2026

    Zum Opel Corsa, Frontera und Mokka aus dem Produktionszeitraum 01.06.2023 bis 13.01.2026 liegen bislang noch keine Zahlen vom KBA vor.

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    Brandgefahr: Stellantis ruft rund 80.000 Autos zurück

    01.04.2026 09:59 Uhr von dpa

    Der Autokonzern Stellantis hat wegen potenzieller Brandgefahr in Deutschland rund 80.000 Fahrzeuge verschiedener Marken zurückgerufen. Das teilte ein Deutschland-Sprecher des niederländischen Konzerns auf Anfrage mit.

    Betroffen sind dem Sprecher zufolge Fahrzeuge der Marken Peugeot, Citroën, DS Automobiles, Alfa Romeo, Jeep, Fiat und Opel. Zuvor hatte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg Rückrufe mehrerer Stellantis-Marken veröffentlicht, wonach weltweit insgesamt rund 700.000 Fahrzeuge potenziell betroffen seien.

    Potenzielle Brandgefahr

    Hintergrund ist dem Sprecher zufolge, dass bei einigen Fahrzeugen der Modelljahre 2023 bis 2026 ein Problem hinsichtlich des Abstands zwischen dem Benzin-Partikelfilterrohr und dem Riemenantriebsgenerator bestehen könne. Unter nassen Bedingungen bestehe die Möglichkeit, dass ein zu geringer Abstand und «ein möglicher Kontakt zwischen den Komponenten zu einem Eindringen von Wasser führt, wodurch ein Lichtbogen entstehen könnte, der wiederum eine thermische Störung wie eine Überhitzung auslösen kann», teilte der Sprecher mit. Im schlimmsten Fall könnte dies zu einer potenziellen Brandgefahr im Motorraum führen.

    Stellantis informiere die betroffenen Fahrzeughalter und bitte sie, sich mit ihrem Händler in Verbindung zu setzen, um einen Termin zu vereinbaren. Die Abhilfemaßnahmen dauerten etwa 30 Minuten und würden kostenlos durchgeführt.