Die 407 Limousinen und Kombis haben je nach Ausstattung und Baujahr unterschiedliche Instrumententafeln (4 oder 5 Zeiger), wobei spätestens nach dem Facelift weiße Ziffernblätter bei den 5-Zeiger-Instrumenten eingesetzt wurden. Die mir bekannten Coupes haben 5-Zeiger-Instrumente mit abweichender Gestaltung der Zeiger, Ziffern und Skalen. Ich hatte Probleme mit einem weißen Ziffernblatt, dass ich durch Austausch behob, davon sei berichtet.
Ich hatte bislang stets Autos mit schwarzen Instrumententafeln und hellen Ziffern, die entweder von vorn (Auflicht bei VW-T3, 106) oder von hinten (306, 407) in verschiedenen Farben beleuchtet wurden, und ich bin früher sehr viel nachts gefahren (VW-Bus zum Studienort, Taxi-Nachtschichten) und hatte mir angewöhnt, die Instrumentenbeleuchtung soweit wie möglich herunterzudrehen.
Der erste 407SW 116 Tendance, EZ 10/04 hatte ein 4-Zeiger-Instrument:
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Der Nachfolger 407SW 140 Sport, EZ 05/09, hatte ein weißes Ziffernblatt und ein 5-Zeiger-Instrument:![]()
Das weiße Ziffernblatt war für mich störend, weil das Auto sonst schwarz ist, hatte aber auch noch einen weiteren Nachteil, der sich erst bei Dämmerung offenbarte und auf dem Foto zu erahnen ist.
Tagsüber ist der Kontrast zwischen schwarzen Ziffern und weißem Hintergrund stark (dZ, hH), ebenso nachts durch die Beleuchtung von hinten mit orangen Ziffern und Zeigern vor dunklem Hintergrund (hZ, dH), aber in der Dämmerung gibt es eine Kontrastumkehr von dZ, hH zu hZ, dH und damit auch ein Phase extrem schwachen Kontrasts, wenn Auflicht und Hintergrundbeleuchtung miteinander konkurrieren. Auch Verstellen der Helligkeit brachte nur wenig Besserung ist durch den einen Knopf nicht so schnell und zielgenau wie ein Potirad (im VW serienmäßig, im 106 nicht vorhanden, nachgerüstet im 306).
Ich bin seit über 40 Jahren kurzsichtig und trage Brille. Auch mit beginnender Altersweitsichtigkeit ist der Nahbereich im Hellen gut abzulesen, weil die Pupullen zugezogen sind, also große Tiefenschärfe bieten (Begriff der Fotografie – Entfernungsbereich, der durch kleine Öffnung scharf abgebildet wird). Mit abnehmender Helligkeit öffnen sich die Pupillen und der Tiefenschärfebereich wird kleiner, also bei Fernanpassung der Augen durch Unschärfe schlechter abzulesen. In der Dämmerung fallen also nachlassender Schärfebereich und schwacher Kontrast zusammen. Da ich meine Augen nicht ändern kann, sich eine Gleitsichtbrille als "Verkehrsbrille" als ungeeignet herausstellte, musste das Auto daran glauben.
Der Ausbau der Instrumententafel ist einfach, aber ein Austausch wegen Softwarestand und Fahrzeugparametern nicht. Die Lösung war, nur das Ziffernblatt zu tauschen, dazu brauchte ich eins eines anderen Benziners wegen des Drehzahlmessers (0–7000 statt 0–6000 bei Dieseln, obwohl der überstrichene Bereich gleich ist). Mir kam eine gebrauchte Instrumententafel einer Benziner-Limousine für kleines Geld unter, die ich vorsichtig auseinander nahm und wieder zusammenbaute und erneut zerlegte, um zerstörungsfreie Demontage und Remontage zu prüfen. Da die Verbindungen geklipst und gesteckt sind, es vor allem keinen Bruch bei Zeigern und Schrittmotoren gab, war alles gut.
Wenn das Ziffernblatt offenliegt, muss man die Grundstellung der Zeiger mit einem Stift außerhalt des sichtbaren Bereichs markieren, bevor man sie mit einem Clipheber und einer Unterlage auf dem Ziffernblatt vom Schrittmotor abhebt, andernfalls hat man bei Aufstecken der Zeiger einen unbekannten Offset (sehr blöd beim Tacho, gelernt bei der Probe-De- & -remontage).
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Die Markierung habe ich auf das schwarze Ziffernblatt übertragen, die Zeiger werden aufgesteckt (ich nahm die roten statt der weißen), die übrigen Teile wieder zusammengesteckt und geklipst.
Beim Einbau ins Auto zeigte sich, dass ein Schrittmotor ausgefallen ist, der durch einen der anderen Tafel ersetzt wurde, denn die fünf Schrittmotoren sind gleich. Durch die Markierung der Zeigergrundstellung zeigt die umgebaute Instrumententafel die genaue Geschwindigkeit (unveränderte Relation zu GPS und bekannter Strecke), dieselbe Drehzahl-Geschwindigkeitskombination und keine Auffälligkeiten bei Temperaturen oder Tankanzeige.
Kosten: 20€
Dauer: 40 Minuten (für einen Tausch, ohne Probe, ohne Ersatz des ausgefallenen Schrittmotors)
Nutzen: hoch, keine Kontrastumkehr, besser abzulesen, besser aussehend